Politik

CDU scheitert zum zweiten Mal mit Ordnungsamt-Streife in Bramsche

Zum zweiten Mal in kurzer Zeit ist die CDU-Fraktion im Bramscher Stadtrat mit ihrem Vorstoß für einen kommunalen Ordnungsaußendienst gescheitert. Der Rat lehnte den Antrag erneut ab. Die anderen Fraktionen sehen schlicht keinen Bedarf für eine solche Streife.

Was die CDU fordert

Die CDU im Bramscher Stadtrat will einen uniformierten Ordnungsdienst einführen. Dieser soll sichtbar im Stadtgebiet patrouillieren. Ziel ist es, Vermüllung entgegenzuwirken und die Polizei zu entlasten. Damit greift die Partei ein Thema auf, das in vielen Kommunen diskutiert wird. Ein sichtbarer Außendienst, so das Argument, signalisiere Präsenz und schrecke ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass die CDU diesen Vorstoß wagt. Bereits im März 2026 hatte sie einen entsprechenden Antrag im Stadtrat eingebracht. Damals zog sie ihn zurück, bevor es zur Abstimmung kam. Nun folgte ein neuer Anlauf, mit demselben Ergebnis.

Rat lehnt ab, Verwaltung verweist auf Status quo

Die Mehrheit im Stadtrat sieht die Lage anders als die CDU. Die übrigen Fraktionen erkennen keinen ausreichenden Bedarf für einen eigenen Streifendienst. Die Stadtverwaltung verweist auf die bestehende Sichtbarkeit des Ordnungsamts im Stadtbild. Man sei präsent, heißt es. Eine eigenständige Außenstreife sei nicht notwendig.

Die Debatte verlief dabei alles andere als ruhig. Wie schon bei früheren Sitzungen zum Thema fielen die Worte scharf. Zwischen den Fraktionen herrschte offener Dissens. Einigkeit war nicht in Sicht.

Kein neues Thema für Bramsche

Die Diskussion um einen Ordnungsaußendienst hat in Bramsche eine längere Geschichte. Bereits 2016 schlug die Stadtverwaltung vor, zwei Halbtagskräfte als Ordnungsdienst auf der Neu- und der Duisburger Straße einzusetzen. Damals ging es um Radfahrer in der Fußgängerzone. Der Ansatz blieb jedoch ohne nachhaltige Wirkung auf die Struktur des Ordnungsamts.

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Nun steht das Thema erneut auf der Tagesordnung, mit ähnlichem Ausgang. Die CDU bleibt mit ihrer Forderung isoliert. Andere Fraktionen sehen die Aufgabe weiterhin bei der Polizei.

Grundsatzstreit über kommunale Sicherheit

Hinter dem Streit steckt eine grundsätzliche Frage. Wie viel eigene Ordnungskompetenz soll eine Stadt wie Bramsche aufbauen? Befürworter eines kommunalen Ordnungsdienstes betonen dessen Entlastungsfunktion für die Polizei. Gegner sehen darin eine Doppelung von Strukturen, die Geld kostet und wenig bringt.

Bramsche hat rund 32.000 Einwohner und liegt im Landkreis Osnabrück. Die Stadt ist kein Einzelfall. Auch in anderen Kommunen ähnlicher Größe ist der Ausbau kommunaler Ordnungsdienste umstritten. Die Frage nach Kosten, Personal und Zuständigkeiten ist oft ungeklärt.

Die CDU hat nach zwei Niederlagen im Rat bisher nicht angekündigt, das Thema fallen zu lassen. Ob sie einen weiteren Anlauf wagen wird, ist offen.

Fazit

Der Bramscher Stadtrat hat klar entschieden: Ein eigener Ordnungsaußendienst kommt vorerst nicht. Die CDU steht mit ihrer Forderung allein. Der Konflikt zeigt, wie unterschiedlich Fraktionen die kommunale Sicherheitslage einschätzen. Solange keine Seite nachgibt, bleibt das Thema ein Dauerbrenner in den Ratssitzungen.

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