Bersenbrück: Bundespolizei fasst drei Verdächtige nach Laserattacken
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Über Monate hinweg wurden Lokführer in Bersenbrück mit Laserpointern geblendet. Jetzt hat die Bundespolizei drei Verdächtige ermittelt. Unter ihnen sollen sich mindestens zwei Minderjährige befinden.
Attacken begannen im April
Die Serie gefährlicher Angriffe startete im April. Immer wieder richteten Täter Laserpointer direkt auf die Augen von Zugführern. Das geschah auf der Bahnstrecke im Bereich Bersenbrück im Landkreis Osnabrück.
Laserpointer können bei direktem Augenkontakt schwere Schäden verursachen. Selbst kurze Einwirkung reicht aus, um das Sehvermögen dauerhaft zu beeinträchtigen. Für Lokführer bedeutet eine Blendung während der Fahrt eine unmittelbare Gefahr. Nicht nur für sie selbst, sondern auch für Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer.
Bundespolizei nimmt Ermittlungen auf
Die Bundespolizei war nach den wiederholten Vorfällen eingeschaltet worden. Sie ist zuständig, wenn Straftaten im Zusammenhang mit der Bahn begangen werden. Die Ermittler konnten die Angriffe schließlich auf drei Personen zurückführen.
Laut Recherchen handelt es sich bei mindestens zwei der Verdächtigen um Minderjährige. Die Bundespolizei bestätigte, dass gegen die drei Personen ermittelt wird. Details zur Identität der Verdächtigen wurden nicht veröffentlicht.
Straftat mit ernsthaften Folgen
Das gezielte Blenden von Fahrzeug- oder Zugführern mit Lasern ist in Deutschland strafbar. Der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung kann dabei ebenso erfüllt sein wie der des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Auch Minderjährige können nach dem Jugendstrafrecht zur Verantwortung gezogen werden.
Ob die Verdächtigen die Gefährlichkeit ihrer Handlungen kannten, ist Teil der laufenden Ermittlungen. Die Bundespolizei hat die Vorgänge an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Kein Einzelfall in der Region
Laserattacken auf Lokführer und Piloten sind kein neues Phänomen. Bundesweit registriert die Bundespolizei jährlich hunderte solcher Vorfälle. Besonders im Bereich der Bahnen kommt es regelmäßig zu Blendattacken. Die Dunkelziffer gilt als hoch, da nicht alle Vorfälle gemeldet werden.
Im Raum Osnabrück und dem Landkreis Bersenbrück hatte die Serie für Aufsehen gesorgt. Bahnmitarbeiter hatten die Vorfälle konsequent dokumentiert und gemeldet. Das trug dazu bei, dass die Ermittler den Tätern auf die Spur kamen.
Fazit
Die Ermittlungserfolge der Bundespolizei in Bersenbrück zeigen: Auch scheinbar anonyme Angriffe lassen sich aufklären. Die Identifizierung der drei Verdächtigen ist ein klares Signal. Wer Laserpointer gegen Zugpersonal einsetzt, riskiert ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen. Die Ermittlungen dauern an.



