Baumschutzverein lädt zum Zoom-Treffen über Grüne Finger
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Der Osnabrücker Baumschutz Stadt- und Landkreis Osnabrück e.V. ruft zum nächsten Online-Treffen auf. Das Zoom-Meeting findet am 18. April 2026 um 18 Uhr statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich willkommen.
Grüne Finger und Baumrecht auf der Agenda
Im Mittelpunkt des Treffens stehen zwei Schwerpunktthemen. Zum einen geht es um den Schutz der sogenannten Grünen Finger. Das sind die grünen Freiräume, die vom Stadtrand in die Osnabrücker Innenstadt hineinragen. Zum anderen stehen rechtliche Fragen rund um den Baumschutz auf dem Programm.
Der Verein ist seit Jahren aktiv, wenn es um den Erhalt von Stadtbäumen geht. 2021 kritisierten die Mitglieder gemeinsam mit Fridays for Future die geplanten Bauarbeiten für das VfL-Leistungszentrum. Damals warfen beide Gruppen der Stadtverwaltung Greenwashing vor. Das geplante Trainingszentrum sollte auf einem bestehenden Biotop in einem der Grünen Finger errichtet werden.
Baumschutzsatzung: ein langer Weg
Eine verbindliche Baumschutzsatzung für die Stadt Osnabrück fehlt bis heute. Bereits 2018 startete der Verein eine Petition auf der Plattform Change.org. Das Ziel: Der Rat der Stadt sollte sich mit dem Thema befassen. Der Rat lehnte eine entsprechende Satzung jedoch ab. Seitdem ruhte das Vorhaben lange Zeit.
Seit April 2025 gibt es neue Bewegung. Die Stadt Osnabrück plant erneut eine Baumschutzsatzung. Umweltorganisationen wie das Umweltforum Osnabrück, der BUND und die Arbeitsgemeinschaft Biotopschutz haben sich bereits positioniert. Sie nennen das Instrument grundsätzlich wirkungsvoll, mahnen aber klare Rahmenbedingungen an. Die genaue Ausgestaltung ist noch offen.
Saisonales Fällverbot gilt seit März
Unabhängig von einer Satzung gilt in Deutschland ein gesetzliches Fällverbot. Es greift vom 1. März bis zum 30. September. Geregelt ist das im Bundesnaturschutzgesetz, Paragraph 39. Der Verein hatte zu Beginn des Monats März 2026 ausdrücklich auf diese Regelung hingewiesen.
Das Fällverbot schützt Vögel und andere Tiere während der Brut- und Setzzeit. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Der Verein sieht sich als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die Hinweise auf illegale Fällungen geben möchten.
Verein setzt auf Vernetzung und Öffentlichkeit
Das regelmäßige Format der Online-Treffen hat sich für den Verein bewährt. Zoom-Konferenzen ermöglichen die Beteiligung aus dem gesamten Stadt- und Landkreis Osnabrück. Der Verein will so möglichst viele Menschen einbinden, die sich für den Erhalt von Bäumen einsetzen.
Wer am Treffen am 18. April teilnehmen möchte, kann sich direkt an den Verein wenden. Eine Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Fazit
Der Osnabrücker Baumschutz e.V. bleibt ein aktiver Akteur in der lokalen Umweltpolitik. Das bevorstehende Online-Treffen zeigt: Das Thema Baumschutz ist in Osnabrück längst nicht abgeschlossen. Mit der neu geplanten Baumschutzsatzung könnte die jahrelange Forderung des Vereins endlich Früchte tragen.



