Asiatische Hornisse: Invasiver Eindringling in sieben Kommunen
Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Die Asiatische Hornisse hat sich im Osnabrücker Land festgesetzt. In mindestens sieben Kommunen wurden Nester der invasiven Art entdeckt und beseitigt. Der Landkreis Osnabrück geht jedoch davon aus, dass die tatsächliche Verbreitung weit größer ist als bisher bekannt.
Sieben Fundorte, aber kein vollständiges Bild
Die Zahl der bestätigten Fundorte steigt. In sieben Kommunen des Osnabrücker Landes wurde die Asiatische Hornisse bisher offiziell nachgewiesen. Nester wurden dort ausgehoben und beseitigt. Dennoch gibt der Landkreis zu: Nicht alle Vorkommen sind bekannt.
Das ist kein Einzelproblem. Naturschutzbehörden in ganz Nordwestdeutschland melden ähnliche Beobachtungen. Die Asiatische Hornisse breitet sich flächendeckend aus. Auch in der Wesermarsch wurde sie zuletzt festgestellt.
Bereits im September 2024 wurde in Fürstenau im Nordkreis Osnabrück erstmals ein Nest der Art ausgehoben. Das war damals eine Premiere für die Region. Seitdem wächst die Zahl der Meldungen.
Seit März 2025 gilt sie als etablierte Art
Die rechtliche Lage hat sich verändert. Seit März 2025 stuft Deutschland die Asiatische Hornisse als etablierte invasive Art ein. Diese Einstufung hat Konsequenzen. Länder und Kommunen sind seitdem nicht mehr verpflichtet, jedes Nest zu beseitigen.
Der Grund für die neue Einstufung: Ein vollständiges Zurückdrängen der Art gilt als nicht mehr realistisch. Die Hornisse hat sich in mehreren Bundesländern bereits zu stark verbreitet. Die Bekämpfung bleibt möglich, ist aber keine Pflicht mehr.
Gefahr für Bienenvölker
Für Imker ist die Asiatische Hornisse ein ernstes Problem. Das Insekt jagt gezielt Honigbienen. Es lauert vor Bienenstöcken und schlägt Bienen direkt in der Luft. Ein einzelnes Hornissenvolk kann einen Bienenstand stark schwächen.
Wer Nester früh entdeckt, hat bessere Chancen. Das zeigen Erfahrungen aus anderen Regionen. Wird eine Königin im Frühjahr gefangen, bevor ein Volk heranwächst, lässt sich Schlimmeres verhindern. Manche Imker setzen dabei auf einfache Mittel: Fangnetze, gezielte Beobachtung und konsequentes Handeln.
Im Vergleich zur heimischen Hornisse reagiert die Asiatische Hornisse beim Annähern an ihr Nest deutlich aggressiver. Für Menschen stellt sie dennoch keine außergewöhnliche Gefahr dar, solange man das Nest nicht stört.
NABU dokumentierte Bestand
Der Naturschutzbund Deutschland führte von August bis November 2025 eine bundesweite Meldeaktion durch. Ziel war es, den Bestand der Hornissenart zu dokumentieren. Die Ergebnisse liegen vor. Sie bestätigen die starke Ausbreitung in vielen Regionen Deutschlands.
Bürgerinnen und Bürger können Sichtungen melden. Das hilft Behörden und Naturschutzorganisationen, ein realistisches Bild der Verbreitung zu bekommen. Im Osnabrücker Land ist dieses Bild nach Einschätzung des Landkreises noch lückenhaft.
Was Bürger tun können
Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, sollte es der zuständigen Behörde oder dem NABU melden. Nester sollte man nicht selbst entfernen. Das ist Aufgabe von Fachleuten.
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die heimische Hornisse. Sie hat einen dunkleren Körper mit gelben Beinen. Die Nester hängen oft hoch in Bäumen und sind schwer zu entdecken.
Fazit: Lage bleibt unübersichtlich
Sieben bestätigte Kommunen sind eine Zahl, kein vollständiges Bild. Der Landkreis Osnabrück rechnet mit weiteren unentdeckten Vorkommen. Die Pflicht zur Bekämpfung entfällt seit 2025. Trotzdem bleibt Handlungsbedarf, vor allem für Imker und Naturschutzbehörden. Wer die Ausbreitung bremsen will, muss früh hinschauen und konsequent melden.



