Affe flieht 2,5 Stunden durch Zoo Osnabrück nach Beißattacke
Ein Affe hat am 24. Juni eine Mitarbeiterin des Zoos Osnabrück gebissen und ist anschließend aus seinem Gehege geflohen. Das Tier war rund zweieinhalb Stunden auf der Flucht. Der Zoo wurde vorübergehend geräumt. Bei dem Tier handelt es sich um einen Cercocebus atys, einen westafrikanischen Rußmangaben.
Mitarbeiterin verletzt, Tier entwischt
Der Vorfall ereignete sich am Vormittag des 24. Juni. Ein Affe griff eine Zoomitarbeiterin an und verletzte sie durch einen Biss. Danach gelang es dem Tier, aus der Anlage zu entkommen. Wie der Affe das Gehege verlassen konnte, war zunächst nicht bekannt.
Über den Schweregrad der Verletzung lagen zunächst keine Angaben vor.
Zoo sofort geräumt
Das Zoopersonal reagierte unmittelbar. Der gesamte Zoo Osnabrück wurde für Besucher gesperrt und geräumt. Mitarbeiter brachten die Gäste in Sicherheit, Zugänge und Kassen wurden geschlossen. Ein Einsatzteam suchte nach dem entlaufenen Tier.
Der Zoo Osnabrück zählte 2019 mehr als eine Million Besucher. Er wurde 1936 als Heimattiergarten eröffnet.
Tier nach 2,5 Stunden eingefangen
Nach rund zweieinhalb Stunden wurde der Affe wieder gesichert und in seine Anlage gebracht. Weitere Details zur Fangaktion nannte der Zoo zunächst nicht.
Tierart gilt als kräftig und wendig
Rußmangaben sind mittelgroße Affen aus Westafrika, bekannt für ihre Beweglichkeit und Kraft. Für Menschen, die ihnen unvorbereitet begegnen, können sie gefährlich sein.
Kein Einzelfall in deutschen Zoos
Ausbrüche von Affen aus Zoogehegen sind selten, kommen aber vor. Im Frankfurter Zoo entkamen zuletzt vier Orang-Utans aus ihrer Anlage. Auch dort wurde der Zoo umgehend geräumt; die Tiere konnten auf Zuruf zurück in ihr Tierhaus gelockt werden.
In einem tschechischen Zoo flohen sechs Affen, nachdem ein unbekannter Besucher einen Elektrozaun beschädigt hatte. Unter den geflohenen Tieren befand sich auch ein Affenbaby.



