Politik

AfD verzichtet auf OB-Kandidatur in Lingen – vier Bewerber im Rennen

Die AfD schickt zur Oberbürgermeisterwahl in Lingen keinen eigenen Kandidaten ins Rennen. Die Partei konzentriert ihre Kräfte stattdessen auf die Stadtratswahl und die Landratswahlen im Emsland. Damit bleibt der Wettbewerb um das Lingener Rathaus den vier bereits bekannten Bewerbern überlassen.

Vier Kandidaten, eine Entscheidung

Am 13. September 2026 wählen die Lingenerinnen und Lingener einen neuen Oberbürgermeister. Vier Kandidaten haben bislang ihre Bewerbung angekündigt. Amtsinhaber Dieter Krone tritt erneut an. Er wird von SPD und Grünen unterstützt. Krone hatte seine Kandidatur in der jüngsten Ratssitzung öffentlich gemacht.

Als Herausforderer für die CDU geht Jens Hofschröer ins Rennen. Der 45-Jährige wurde vom CDU-Vorstand einstimmig empfohlen. Die offizielle Nominierung erfolgte auf einer Mitgliederversammlung am 12. Februar. Damit hat die CDU frühzeitig Klarheit geschaffen.

Neben Krone und Hofschröer treten auch Altmeppen und Fenslage an. Beide Kandidaten mischen das Feld auf. Wer sie aufgestellt hat und welche politischen Lager hinter ihnen stehen, war zunächst noch offen. Ob weitere Bewerber folgen, ist derzeit nicht bekannt.

AfD setzt auf andere Schauplätze

Die AfD hat bewusst auf eine OB-Kandidatur verzichtet. Die Partei richtet ihren Fokus auf den Stadtrat Lingen sowie auf die Landratswahl im Emsland. Eine eigene Bewerbung um das Oberbürgermeisteramt hält die AfD offenbar für wenig aussichtsreich.

Bei der Bundestagswahl 2025 erzielte die AfD bundesweit starke Ergebnisse. In Lingen und dem Emsland gehört sie zu den relevanten Kräften. Dennoch scheut die Partei den direkten Zweikampf um das Rathaus. Die Strategie zielt darauf ab, Ressourcen gezielt einzusetzen.

FDP und Bürgernahe noch ohne klare Linie

Offen ist bislang, wie sich FDP und die Wählergruppe Bürgernahe positionieren. Beide Gruppierungen haben noch keinen eigenen Kandidaten benannt. Ob sie einen der vier bestehenden Bewerber unterstützen oder sich neutral verhalten, steht noch aus.

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Die Kommunalwahl 2021 hatte gezeigt, dass Bündnisse in Lingen eine wichtige Rolle spielen. Eine breite Unterstützung über Parteigrenzen hinweg kann im September entscheidend sein.

Krone gegen Hofschröer: Das Hauptduell

Beobachter gehen davon aus, dass der eigentliche Kampf zwischen Krone und Hofschröer entschieden wird. Der Amtsinhaber bringt Erfahrung und eine eingespieltes Netzwerk mit. Der CDU-Kandidat setzt auf Erneuerung und ein bürgerliches Profil.

Lingen ist mit rund 60.000 Einwohnern die größte Stadt im Emsland. Das Oberbürgermeisteramt hat erhebliches Gewicht in der Region. Bei der OB-Wahl 2018 setzte sich der damalige Kandidat im zweiten Wahlgang durch. Ob es auch diesmal zu einer Stichwahl kommt, hängt vom Abschneiden aller vier Bewerber ab.

Fazit

Der Verzicht der AfD auf eine OB-Kandidatur vereinfacht das Feld nicht zwingend. Vier Kandidaten buhlen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Das macht eine klare Mehrheit im ersten Wahlgang unwahrscheinlicher. Die Lingener könnten im Herbst erneut in eine Stichwahl gehen.

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