Politik

47 Jahre im Dienst der Stadt: Osnabrücks Finanzchef geht in Rente

Volker Hänsler räumt sein Büro im Osnabrücker Rathaus. Nach 47 Dienstjahren tritt der Leiter des Fachbereichs Finanzen in den Ruhestand. Damit endet eine der längsten Karrieren in der Osnabrücker Stadtverwaltung.

Zwei Jahrzehnte an der Spitze der Stadtfinanzen

Hänsler übernahm die Leitung des Fachbereichs Finanzen vor rund 20 Jahren. Seitdem war er der Mann hinter den Zahlen der Stadt Osnabrück. Er verantwortete Haushaltspläne, begleitete Investitionsentscheidungen und sorgte dafür, dass die städtischen Kassen im Blick blieben.

In seiner langen Amtszeit erlebte Hänsler zahlreiche politische Wechsel im Rathaus. Oberbürgermeister kamen und gingen. Er blieb. Und mit ihm blieb eine Stimme, die regelmäßig auf finanzielle Risiken hinwies.

Diese Rolle als mahnende Instanz prägte sein Bild in der Verwaltung. Wer Geld ausgeben wollte, musste an Hänsler vorbei. Das machte ihn nicht immer beliebt, aber respektiert.

Auch bei der OPG engagiert

Hänsler beschränkte seine Arbeit nicht allein auf den städtischen Haushalt. Er war auch in städtischen Beteiligungsgesellschaften aktiv. Bei der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft mbH, kurz OPG, übernahm er zeitweise Verantwortung als Geschäftsführer.

Im Dezember 2016 bekam die OPG eine neue Doppelspitze. Wigand Maethner wurde damals als hauptamtlicher Geschäftsführer bestellt. Er teilte sich den Posten mit Hänsler. Diese Konstruktion zeigte, wie eng Hänsler mit dem gesamten städtischen Beteiligungsgeflecht verbunden war.

47 Jahre: Eine Zahl, die für sich spricht

47 Dienstjahre sind in der heutigen Arbeitswelt eine Ausnahme. Hänsler begann seine Laufbahn in der Osnabrücker Stadtverwaltung, als die Bundesrepublik noch geteilt war. Er erlebte die Wiedervereinigung, die Einführung des Euro und die Digitalisierung der Verwaltung.

In all dieser Zeit blieb er der Stadt treu. Diese Kontinuität ist selten. Sie bringt Erfahrung mit sich, aber auch Verantwortung. Hänsler trug beides.

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Mit dem Ruhestand verliert die Stadtverwaltung nicht nur einen Fachmann. Sie verliert auch institutionelles Gedächtnis. Wissen über Entscheidungen, Fehler und Erfolge der vergangenen Jahrzehnte steckt in Personen wie Hänsler.

Nachfolge noch offen

Wer die Leitung des Fachbereichs Finanzen künftig übernimmt, ist derzeit nicht öffentlich bekannt. Die Stadt Osnabrück steht vor der Aufgabe, eine erfahrene Persönlichkeit für diesen Schlüsselposten zu finden.

Der Haushalt der Stadt Osnabrück ist komplex. Die Anforderungen an kommunale Finanzpolitik sind hoch. Investitionen in Schulen, Straßen und Klimaschutz müssen finanziert werden. Gleichzeitig sind die Spielräume begrenzt.

Die neue Leitung wird von Beginn an unter Beobachtung stehen. Denn Hänsler hat die Messlatte in seiner langen Amtszeit hoch gelegt.

Fazit

Volker Hänsler geht nach 47 Jahren. Das Osnabrücker Rathaus verliert damit einen seiner dienstältesten Mitarbeiter. Sein Abgang markiert das Ende einer Ära in der städtischen Finanzverwaltung. Für seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin beginnt eine anspruchsvolle Aufgabe.

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