40 Demonstranten blockieren Kneipe bei AfD-Treffen in Osnabrück
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Rund 40 Menschen haben am Freitag vor einer Gaststätte in Osnabrück demonstriert. Dort traf sich die AfD zu einer Veranstaltung mit einem Kandidaten der Partei. Die Polizei bestätigte den Protest und war mit Kräften vor Ort.
Zugang zur Gaststätte zeitweise blockiert
Der Eingang zur Kneipe war durch die Demonstranten zunächst eingeschränkt. Besucher konnten das Lokal nicht ungehindert betreten. Die Demonstranten wichen schließlich freiwillig auf den Gehweg aus. Damit war der Zugang zur Gaststätte wieder frei.
Die Polizei begleitete den Protest, es kam nach bisherigen Erkenntnissen zu keinen Ausschreitungen. Nähere Angaben zum Ablauf der Veranstaltung im Inneren der Gaststätte lagen zunächst nicht vor.
Aktivisten wollen dauerhaften AfD-Treffpunkt verhindern
Im Vorfeld hatten Aktivisten mit Flyern gegen das AfD-Treffen mobilisiert. Sie wollen verhindern, dass sich mitten in Osnabrück ein fester Veranstaltungsort für die Partei etabliert. Als Begründung nennen die Organisatoren die gesellschaftliche Entwicklung und warnen vor einer Stärkung rechter Strukturen in der Stadt.
Ein Osnabrücker Bündnis hatte bereits im Vorfeld öffentlich zur Demonstration aufgerufen. Der Protest richtete sich konkret gegen die Nutzung der Gaststätte durch die AfD. Die Kneipe war offenbar als möglicher Treffpunkt für regelmäßige Parteiveranstaltungen ins Visier der Aktivisten geraten.
Proteste gegen AfD-Veranstaltungen kein Einzelfall
Gegenproteste bei AfD-Veranstaltungen sind kein neues Phänomen in Osnabrück. In der Vergangenheit gab es bereits Kundgebungen gegen Auftritte von AfD-Politikern in der Stadt. Auch bundesweit begleiten Gegendemonstrationen regelmäßig Parteiveranstaltungen der AfD.
Beim bayerischen AfD-Landesparteitag in Passau versammelten sich nach Polizeiangaben rund 1.000 Gegner. Die Dimensionen in Osnabrück waren deutlich kleiner, das Muster jedoch ähnlich: Protest direkt vor dem Veranstaltungsort, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Polizei sicherte Versammlungsrecht beider Seiten
Die Polizei war nach eigenen Angaben vor Ort, um das Versammlungsrecht zu gewährleisten. Sowohl die AfD-Veranstaltung als auch die Gegendemonstration sind durch das Grundgesetz geschützt. Eine Blockade des Eingangs kann jedoch rechtliche Konsequenzen haben. In diesem Fall löste sich die Situation nach Angaben der Polizei ohne weitere Eskalation auf.
Fazit
Der Protest vor der Osnabrücker Gaststätte zeigt: AfD-Veranstaltungen sorgen auch auf lokaler Ebene für Auseinandersetzungen. Die Demonstration blieb am Freitag friedlich. Ob die Gaststätte künftig weiter als Treffpunkt der AfD genutzt wird, ist offen. Die Aktivisten haben klar signalisiert, dass sie weiteren Veranstaltungen nicht tatenlos zusehen wollen.



