19 Bauberufe werden ab August 2026 neu geordnet

Ab dem 1. August 2026 gelten in der Bauwirtschaft neue Spielregeln. Die Ausbildungsordnung für insgesamt 19 Bauberufe wird grundlegend modernisiert. Sie ersetzt Regelungen, die seit 1999 in Kraft sind. Betroffen sind Berufe aus den Bereichen Ausbau, Hochbau und Tiefbau.
Was sich konkret ändert
Die neue Verordnung wurde am 6. Juni 2024 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie gilt für alle Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. August 2026 beginnen. Laufende Ausbildungsverträge sind davon zunächst nicht betroffen.
Alle 19 betroffenen Berufe wurden inhaltlich überarbeitet. Dazu zählen Berufe aus dem Hoch- und Tiefbau ebenso wie Ausbildungsberufe im Leitungsbau. Neue Themen, veränderte Prüfungsstrukturen und aktualisierte Ausbildungsinhalte kennzeichnen die Reform.
Die Reform ist die erste umfassende Modernisierung der Bauberufe seit fast drei Jahrzehnten. Digitale Arbeitsmethoden und neue Bautechniken fließen in die aktualisierten Inhalte ein.
IHK Osnabrück bietet digitale Informationsveranstaltung an
Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim bereitet Betriebe auf die Änderungen vor. Im April 2026 findet von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr eine kostenfreie Online-Veranstaltung statt. Die IHK organisiert das Webinar in Zusammenarbeit mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer sowie dem Bauindustrieverband.
Die Veranstaltung richtet sich an Ausbildungsbetriebe, Ausbilder und Prüfende. Themen sind unter anderem die neuen Ausbildungsinhalte, die veränderte Prüfungsstruktur und die überbetriebliche Ausbildung. Auch Fragen zur Umsetzung im Betrieb können besprochen werden.
Ansprechpartner bei der IHK
Interessierte wenden sich bei Fragen an Frank Isdepsky von der IHK Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim. Er steht als Ansprechpartner für die Neuordnung der Bauberufe und die Webinar-Anmeldung zur Verfügung.
Bundesweite Informationsangebote ergänzen das Angebot
Auch auf Bundesebene gibt es Unterstützung für Betriebe. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe bieten ebenfalls virtuelle Informationsveranstaltungen an. Die Termine richten sich an Ausbildende und Prüfende im Handwerk.
Die Webinare informieren über Inhalte und Struktur der neuen Ausbildungsordnungen. Auch die überbetriebliche Berufsausbildung, kurz ÜBA, ist ein Thema. Betriebe können sich so gezielt auf die neuen Anforderungen vorbereiten.
Fazit: Betriebe sollten sich frühzeitig informieren
Die Reform betrifft alle Baubetriebe, die ab Sommer 2026 neue Auszubildende einstellen. Wer Ausbildungsverträge ab dem 1. August 2026 abschließt, muss die neuen Ordnungen anwenden. Die IHK Osnabrück empfiehlt, das Informationsangebot frühzeitig zu nutzen. Die Webinare sind kostenlos und digital zugänglich. Eine gute Vorbereitung erleichtert den Übergang in das neue Ausbildungssystem.



