Verkehr

1,6 Millionen Euro: Bahntrasse wird Radweg im Hasetal

Wo früher Züge fuhren und zuletzt Draisinen rollten, sollen künftig Fahrräder unterwegs sein. Die stillgelegte Bahntrasse zwischen Quakenbrück und Fürstenau im Landkreis Osnabrück wird für 1,6 Millionen Euro zu einem Bahntrassenradweg ausgebaut.

Von der Draisinenstrecke zum Radweg

Die Geschichte dieser Bahnlinie ist lang. Ursprünglich war die Strecke Teil der Eisenbahnverbindung zwischen Quakenbrück und Rheine. Züge fahren dort schon lange nicht mehr. Zuletzt war die Trasse als Draisinenstrecke bekannt. Rund 20 Jahre lang konnten Besucher die Strecke per Draisine erkunden.

Dann war Schluss. Der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal stellte den Draisinenbetrieb ein. Die Fahrzeuge wurden eingemottet. Die Strecke wurde offiziell stillgelegt. Seitdem arbeiten die Verantwortlichen an einem Nachfolgekonzept.

Das Ergebnis liegt nun vor: Ein Bahntrassenradweg soll die Strecke neu beleben. Der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal hat die Pläne entwickelt. Das Investitionsvolumen beträgt 1,6 Millionen Euro.

Warum Bahntrassenradwege beliebt sind

Bahntrassenradwege sind nahezu steigungsfrei. Eisenbahntrassen wurden einst so gebaut, dass Steigungen minimal sind, was Radfahrern zugute kommt.

Solche Wege führen oft durch Landschaften abseits von Straßen. Felder, Wälder und Flussniederungen werden erfahrbar. Die Strecke zwischen Fürstenau und Quakenbrück verläuft zum Teil abseits aller Ortschaften. Zwei Kilometer hinter Fürstenau überquert sie eine Brücke. Radfahrer erleben den Landstrich aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Solche Projekte gibt es in Deutschland viele. Immer mehr stillgelegte Bahnstrecken werden zu Radwegen umgebaut.

Planung und Umsetzung im Landkreis Osnabrück

Die Planungen für das Hasetal-Projekt laufen schon seit einigen Jahren. Bereits 2022 hatte der Zweckverband erste Konzepte vorgestellt. Damals war noch offen, wer die Umsetzung konkret übernehmen würde.

Inzwischen stehen Budget und Streckenführung fest. Die Trasse liegt vollständig im Landkreis Osnabrück und verbindet die Stadt Quakenbrück mit der Samtgemeinde Fürstenau.

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Ein Bahntrassenradweg braucht besondere Genehmigungen. Die Trasse ist im Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises als Vorranggebiet für Eisenbahnstrecken ausgewiesen. Für eine Umwidmung war deshalb ein Zielabweichungsverfahren nötig, das es erlaubt, von den Vorgaben des Raumordnungsprogramms abzuweichen.

Neue Touren im Erholungsgebiet Hasetal

Der neue Radweg soll das touristische Angebot im Hasetal erweitern. Das Erholungsgebiet rund um die Hase ist bei Ausflüglern aus der Region beliebt. Die Strecke lässt sich mit anderen Radwegen im Landkreis verknüpfen.

Alte Trasse, neue Aufgabe

Für 1,6 Millionen Euro entsteht zwischen Quakenbrück und Fürstenau ein Radweg auf einer Trasse, die einst Züge und später Draisinen trug. Stillgelegte Infrastruktur findet damit eine neue Nutzung.

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