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Kunst & Kultur / Kulturnachrichten

19.12.2008

Öffentliche Führung durch Ausstellung „Fotobilder vom Hase- und Johannisfriedhof“

In der Villa Schlikker ist die Ausstellung „Außergewöhnliche Impressionen – Fotobilder vom Hase- und Johannisfriedhof“ noch bis zum 7. Januar zu sehen. Am 21. Dezember und 4. Januar, jeweils 11 Uhr, wird der Fotograf Dr. Hans Jürgen Geratz durch die Bildergalerie führen.

Die Ausstellung ist anlässlich des 200-jährigen Bestehens der beiden ersten kommunalen Friedhöfe entstanden. Damals lagen die ehemaligen Kirchenfriedhöfe noch vor den Mauern der Stadt. Im Norden Osnabrücks hatte man den „Hasetodtenhof“ angelegt, im Süden den „Neustädter Todtenhof“. Seit 1983 stehen die beiden kommunalen Friedhöfe unter Denkmalschutz. Neben den Grabstätten und Umfassungsmauerns sind unter diesen Schutz auch die Wegesysteme, Baumalleen und Friedhofsbauten gestellt.

Die Fotografien von Hans Jürgen Geratz geben einen Blick frei auf die Bestattungskultur der vergangenen zwei Jahrhunderte. Ob Familiengrab oder Detail einer Grabskulptur, ob gärtnerische Gestaltung oder typisches Wahrzeichen eines Friedhofes – immer ist das Vergängliche in den Fotografien sichtbar, immer ist aber auch die tröstende Kraft des Glaubens spürbar.

Erfolgreiche Osnabrücker Familiendynastien verdeutlichten in der architektonischen Gestaltung ihrer Grabstätten ihre gesellschaftliche Stellung und damit ihre Bedeutung für die städtische Gemeinschaft. Dementsprechend wurden solche Stätten nicht ausschließlich als Orte privaten Trauerns verstanden, sondern auch als öffentlich zugängliche Denkmale der dort begrabenen Persönlichkeiten. Dabei stellte der Engel als Symbol des Schutzes und der Wegbegleitung eine große Rolle, begleitet er doch im christlichen Verständnis die Seele in den Himmel.



Osnabrück-Net Letzte Änderung: 22.12.2008