Ausstellungen

"Jules Verne - Technik und Fiktion"

Museum Industriekultur Osnabrück präsentiert Ausstellung zu Jules Verne und der Technik seiner Zeit

 

Von der Erde zum Mond
Julius Verne: "Von der Erde zum Mond"
Innenseite des Titelblattes der deutschen Ausgabe "Hartleben's Verlag", 1876
(Leihgeber: Literaturarchiv Thadewaldt, Langenhagen)

 
 

20000 Meilen unter den Meeren
Unterseeische Landschaft der Insel Crespo
(Illustration zu: Jules Vernes "20000 Meilen unter den Meeren", Literaturarchiv Thadewaldt, Langenhagen)

 
 

Luftschiff
Luftschiff des Franzosen Landelle
(Foto: Herr Sauer, Warnemünde)

Der französische Schriftsteller Jules Verne (1828-1905) gilt gemeinhin als "Vater der Science Fiction". In seinen über 100 Romanen, Essays und Erzählungen soll Jules Verne angeblich zahlreiche Erfindungen vorweggenommen haben, wie zum Beispiel elektrisch betriebene U-Boote, Hubschrauber oder die bemannte Raumfahrt.

Das Museum Industriekultur Osnabrück beleuchtet in der Ausstellung vom 18.10. 1998 - 14.3.1999 neben der Jules-Verne-Rezeption in Literatur und Film vor allem die technische Seite seines Werkes. Die von Verne benutzten technischen Begriffe werden in den Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen seiner Zeit gestellt.

Gezeigt werden Modelle und Illustrationen zu "Zwanzigtausend Meilen unter den Meeren", "Robur, der Eroberer", "Von der Erde zum Mond", "Paris im zwanzigsten Jahrhundert", u.a.

U-Boot Nautilus 1801
Einblick in die manuelle Antriebseinheit des U-Bootes "Nautilus", welches 1801 tatsächlich in der Seine getaucht ist
(Modellbau: Paul Hahn, Osnabrück)

 
 

Taucherbrille
Brille des ersten Taucheranzuges mit Atemregelung, dessen Prinzip heute noch Gültigkeit hat; entwickelt in den 1860er Jahren von Rouquayrol und Denayrouzé
(Deutsches Bergbaumuseum Bochum)

 

Jules Verne hat sein Werk zeitlebens nicht als Fiktion gesehen, sondern immer wieder den realen technischen Hintergrund betont. Der Autor verstand es wie kein anderer, die wissenschaftlichen Erfindungen und Fragen des 19. Jahrhunderts in spannende Reiseabenteuer mit hohem Unterhaltungswert einzubinden. Der Traum vom Fliegen, vom Erforschen der Unterwasserwelt oder das Eindringen unter die Erdoberfläche sind alte Menschheitsträume. Vernes Romangestalten versuchen auf ihren Expeditionen, diese Träume zu verwirklichen.

Gedanken vom Leben auf dem Mond sind schon in den Schriften Keplers und Kants zu finden, eine Reise zum Mond beschreiben z.B. Cyrano de Bergerac oder Edgar Allan Poe - in der poetischen Überzeugungskraft der Darstellung technischer Realität gepaart mit mythischer Spannung übertraf Jules Verne sie alle.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit den Städtischen Museen Heilbronn entstanden, wo sie anschließend (28.3. - 6.6. 1999) gezeigt wird.

Museum Industriekultur Osnabrück/Haseschacht
Fürstenauer Weg 176
49090 Osnabrück
Tel.: 0541/122447
Fax.:0541/9127847

18.10. 1998 - 14.3.1999
samstags & sonntags 10-18 Uhr

Begleitende Veranstaltungsreihe


Osnabrück-Net Letzte Änderung: 15.10.98